• Sascha

Gestochen! Wenn‘s doch mal passiert...

Aktualisiert: 7. Aug 2018

Egal wie vorsichtig man mit seinen Bienen ist und wie gut man sich verhüllt, irgendwann wird man einmal gestochen. Ein #Bienenstich ist unangenehm, vor allem im Gesicht, jedoch für die meisten Menschen ungefährlich. Bei #Allergikern kann ein Bienenstich jedoch schwere Reaktionen auslösen.

Sollte man noch nie von einer Biene gestochen worden sein und beabsichtigt mit der Bienenhaltung zu beginnen, so sollte man sich kurz beim Allergologen testen lassen.

Bienen sind an sich friedliche Insekten und das macht durchaus Sinn. Für eine Biene bedeutet einen Menschen zu stechen der sichere Tod, da sich der Stachel in der Haut verfängt und der gesamte Stechapparat herausgerissen wird. Im Gegensatz zu Wespen, die beliebig oft stechen können, stechen Bienen nur ein einziges Mal, dann sterben sie.


Um bei der Arbeit mit den Bienen Stiche zu vermeiden, gibt es ein paar einfache Tipps:


Die richtige Schutzkleidung - Dieses Thema haben wir bereits hier in einem früheren Beitrag thematisiert. Wie stark man sich verhüllt ist Geschmackssache, eine gute Strategie ist mit viel Schutz zu beginnen und dann so weit zu reduzieren, wie man sich wohl fühlt.


Der richtige Moment – Manchmal passt der Moment einfach nicht und die Bienen sind ohne sichtlichen Grund nervös; man bekommt hierfür schnell ein Gefühl. Bienen warnen oft unmissverständlich, d.h. einzelne Bienen schwirren in engen Kreisen mit hohem Summton um einen herum. Mit „ich bin genervt und habe keine Idee was du hier gerade machst“ ist die Stimmung wohl gut zu beschreiben. Andere Umstände sind schnell zu erkennen: schwüle, gewittrige Luft und Wind mögen Bienen nicht.


Das richtige Verhalten – Bienen sind sensibel und reagieren schnell auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Hektik und Stress sind daher schlechte Begleiter am Bienenvolk. Erschütterungen und schnelle Bewegungen empfinden Bienen als Bedrohung, langsame Bewegungen nehmen sie daher kaum wahr. Mit einer ruhigen und entspannten Arbeitsweise am Volk kann man stress auf beiden Seiten vermeiden.


Der "richtige" Geruch – Ein großer Teil der Orientierung von Bienen erfolgt über Gerüche. Aus diesem Grund kann eine stark riechende Creme, Parfüm, Deodorant oder Haargel aggressives Verhalten auslösen. Das gleiche gilt auch für eine Alkoholfahne – daher das Bier einfach nach der Arbeit an der Beute genießen! Wer gerne ohne Handschuhe imkert, was in der Regel viel angenehmer ist und zu weniger Quetschungen bei den Bienen führt, der kann sich einen Tropfen #Nelkenöl in den Händen verreiben.

Das Öl führt nach unserer Erfahrung dazu, dass die Bienen zurückweichen, ohne dass sie der Geruch aggressiv macht.

Wenn es doch einmal zu einem Stich kommt, sollte man wie folgt vorgehen:

Den Stachel mit dem Fingernagel oder einem flachen Gegenstand aus der Haut schieben. Nie versuchen, den Stachel mit den Fingern zu greifen, man würde so nur die #Giftblase ausdrücken und so in die Haut entleeren.


Wenn möglich, die Stelle kurz aussaugen. Es gibt verschiedene Hausmittel, die sofort angewendet werden können: eine aufgeschnittene Zwiebel auf die Einstichstelle drücken oder Essig auftupfen. Aus der Apotheke bekommt man Mittel, die aber nach unserer Erfahrung einen vergleichbaren Effekt erzielen. Elektronische Geräte, die die Einstichstelle lokal aufheizen, sind in den letzten Jahren ebenfalls zu sehen. Alle Mittel verfolgen einen Zweck: das #Bienengift zu neutralisieren.


Ein Stich, bei dem eine Biene nur ca. 0.1 mg des Giftes #Apitoxin in die Haut injiziert, löst eine lokale Entzündung aus, die bei den meisten Menschen eine Rötung und Schwellung hervorruft und in der Regel nach 1-2 Tagen wieder verschwindet.

Bei Kreislaufproblemen, Atemnot, Schweißausbrüchen etc. muss sofort ein Arzt konsultiert werden.

Zum fragwürdigen Thema „hausgemachte Desensibilisierung“ mit Bienenstichen findet ihr ebenfalls hier ein paar Informationen.


Viele Grüße und wenig Stiche ;o)

Sascha

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