• Sascha

Wann muss ich Notfüttern?

Wir haben die letzten Tage mehrere Anfragen zum Thema #Fütterung im Frühjahr, bzw. #Notfütterungen bekommen, daher hier eine kurze Info.


#Einfüttern, #Auffüttern, #Ausgleichsfüttern, #Notfüttern... da wird einem ganz schwindelig... In diesem Beitrag beschäftigen wir uns nur mit der Fütterung im Frühjahr, wenn also ein akuter Mangel bei den Bienen besteht. Weitere Infos zur Fütterung findet ihr bald auf BienenWerk.


Warum eine Ausgleichs- oder Notfütterung im Frühjahr?

Wenn die Tage langsam wärmer und länger werden, können wir sicher davon ausgehen, dass die Bienen ebenfalls immer aktiver werden, die Königin z.B. mit der #Eiablage begonnen hat. Aus unterschiedlichen Gründen können Völker mit einem #Futterdefizit in das Frühjahr starten.

Wenn kaum noch Futter vorhanden und auch keine Nahrungsquellen (#Tracht) gegeben sind, dann kann so ein Volk verhungern.

Um herauszufinden, ob die Bienen zu wenig Futter haben, heben wir die Beute (wie auch im

Herbst) an oder Wiegen sie. Stellen wir tatsächlich eine starke Abweichung fast, so muss

gehandelt werden. Lösung: die Bienen brauchen unsere Hilfe in Form von Futter.


Was sind die Unterschiede zwischen einer Ausgleichs- und Notfütterung?

Bei der #Ausgleichsfütterung werden Waben von starken Völkern mit genug Futter entnommen und dem hungernden Volk gegeben; so eine Aktion sollte idealerweise dann geschehen, wenn es warm genug ist und die Bienen fliegen. Es können auch verwahrte Honigwaben eingesetzt werden.

Bei der #Notfütterung muss man Futter sehr nah an das Brutnest bringen. Der Grund liegt darin, dass die Bienen aufgrund der Wintertraube und niedrigen Temperaturen Futter, das für sie zu weit vom Brutnest angeboten wird, nicht annehmen können. Man kann Futterteige o.ä. direkt auf die Wabengasse legen, was jedoch den Nachteil hat, dass Bienen Flüssigkeit brauchen, um den Teig zu lösen. Eine bessere Variante sind Lösungen, also Sirup/Honig, da diese einfacher aufgenommen werden können. Ideal ist es, wenn man diese aus eigenem, hellen Honig (keine dunklen Honige) herstellt.


Wie am besten Füttern?

Bei Fütterung mit einer #Futtertasche muss diese direkt an das Brutnest gebracht werden, das natürlich zur Folge, dass man Rähmchen bewegen muss.

Eine gute Alternative ist die Fütterung mit #ZipLock-Beuteln (siehe Fotos).

Der Futtersirup/Honig wird eingefüllt (alle Kristalle müssen gelöst sein!), die Luft herausgedrückt und der Beute seitlich mehrmals eingestochen. Den Beutel legt

man direkt über das #Brutnest, der Beutel bleibt so gut temperiert. Die Bienen finden die kleinen Löcher sehr schnell und saugen den Sirup/Honig nach Bedarf aus dem Beutel.


Gründe für Futtermangel

Die Gründe von Futtermangel können von #Räuberei im Herbst, zu starker Honigentnahme bis hin zu niedriger Einfütterung im Spätsommer/Herbst reichen. Das Wiegen der Völker (z.B. durch die #Kippmethode) hilft, den Futterverbrauch zu kontrollieren und einen Mangel früh zu erkennen.

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